[Rezension] Vipers, Band 1
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Dahlia hat eigentlich nur ein Ziel: Sie möchte herausfinden, wer für den Angriff auf ihre Schwester Violet verantwortlich ist, die seitdem im Koma liegt. Dafür verschlägt es sie an die Graystone University und mitten in die Welt der Vipers – einer Gruppe aus einflussreichen und gefährlichen Hockeyspielern.
Dort trifft sie auf Kane Davenport. Er ist dominant, skrupellos und scheint Dahlia vom ersten Moment an nicht mehr aus den Augen lassen zu können. Während Dahlia versucht, hinter die Geheimnisse der Vipers und den Angriff auf ihre Schwester zu kommen, gerät sie selbst immer tiefer in deren gefährliche Machenschaften.
Denn je näher sie Kane kommt, desto schwieriger wird es herauszufinden, wem sie eigentlich noch vertrauen kann.
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Dieses Buch hat mich allein mit seinem wunderschönen Aussehen und dem fantastischen Farbschnitt auf sich aufmerksam gemacht. Und da die Stuttgarter Buchmesse vor der Tür stand und ich dort Stunden in der Schlange stand, um am besten Messestand ein Exemplar zu ergattern, musste ich mich jetzt natürlich auch endlich ans Lesen machen.
Die Autorin war mir bisher noch unbekannt, aber sie hat einen wirklich schönen Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen und gerade die wechselnden Perspektiven haben mir gut gefallen.
Geschildert wird die Geschichte aus der Perspektive von Dahlia und Kane. Zu Beginn startet das Buch erst einmal etwas lockerer. Man erlebt Dahlia direkt in Aktion und wie sie Kane quasi nachstellt. Für mich als Eishockey-Fan absolut verständlich. Erst recht, wenn es sich dabei auch noch um einen gutaussehenden Hockeyspieler handelt. Hier hatte Dahlia also mein vollstes Verständnis.
Schnell wird allerdings klar, dass die Charaktere hier ihre ganz eigenen Spielchen spielen. Und wir als Leser tappen dabei ziemlich lange im Dunkeln. Nach und nach bekommt man immer wieder kleine Hinweise und plötzlich wird das Ganze ein Stück heller und man beginnt, die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich fand die Geschichte tatsächlich spannend und wollte wissen, was hinter dem Angriff auf Dahlia steckt und wie das Ganze mit den Vipers zusammenhängt.
Allerdings haben mich die expliziten Szenen teilweise an den Rand des Wahnsinns getrieben und auf der anderen Seite irgendwann auch einfach genervt.
Der Grat zur Vergewaltigung ist hier für mich teilweise wirklich sehr schmal. Auch wenn die Autorin es schafft, Kane so darzustellen, dass er dabei nicht sofort sämtliche Sympathiepunkte bei mir verliert und ich nicht direkt überhaupt keine Lust mehr hatte weiterzulesen, war mir manches einfach zu viel.
Was mich allerdings wirklich die Augen verdrehen ließ, war die Frage, wie gut ein Mann eigentlich bestückt sein kann und wie oft zwei Menschen es miteinander machen können. Gefühlt immer. Und überall. Und alle paar Seiten.
Okay – ich weiß. Das Buch ist nicht ohne Grund ab 18. Das weiß man auch, bevor man anfängt zu lesen. Trotzdem hätte mir ein bisschen weniger davon und dafür etwas mehr Handlung zwischen den Bettgeschichten sehr gut gefallen.
Denn die Handlung selbst hat nämlich einiges zu bieten.
Im weiteren Verlauf und zwischen all dem Geschnacke passiert dann tatsächlich auch mal etwas. Dahlia versucht herauszufinden, wer hinter dem Angriff auf ihre Schwester steckt, und begibt sich dabei immer tiefer in gefährliche Machenschaften. Je weiter sie sich darin verstrickt, desto näher kommt sie allerdings auch der Wahrheit – und Kane.
Kane als Charakter fand ich wahnsinnig interessant. Gerade seine Vergangenheit und die Dinge, die hinter seiner Fassade stecken, haben mir gut gefallen. Er ist definitiv kein einfacher Charakter und sicher auch keiner, den man einfach mal eben in die Kategorie „Book-Boyfriend“ steckt.
Auch die Nebencharaktere fand ich gut ausgearbeitet. Gerade die Vipers haben mir gefallen und ich bin gespannt, was wir von den Hockey-Boys in den weiteren Bänden noch zu lesen bekommen.
Schade fand ich allerdings, dass das Thema Eishockey nach dem Einstieg für meinen Geschmack ziemlich in den Hintergrund gerückt ist. Gerade weil es als Hockey-Romance beworben wird und ich selbst Eishockey-Fan bin, hätte ich mir hier deutlich mehr vom Sport, den Spielen und dem Team gewünscht.
Zum Schluss gibt es dann ein schönes Ende, das mir sehr gut gefallen hat. Gerade die Charakterentwicklung und die verschiedenen Verbindungen zwischen den Figuren haben der Geschichte für mich noch einmal mehr Tiefe gegeben.
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Alles in allem hat mich Beautiful Venom trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten. Die Handlung fand ich spannend und die Charaktere interessant. Für meinen Geschmack hätte es deutlich weniger Spice und dafür etwas mehr Handlung und Eishockey geben dürfen – aber wer Dark Romance mit einer ordentlichen Portion Spice mag, dürfte hier definitiv auf seine Kosten kommen.
