[Rezension] Verwandte Seelen, Band 2: Das Schicksal des Halbblutes

[Rezension] Verwandte Seelen, Band 2: Das Schicksal des Halbblutes

November 4, 2020 0 Von Viktoria162003

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Inhalt

Klappentext: Die innige Liebe zwischen Samantha und Jake bleibt nicht lange ungestört. Als die beiden noch glauben, Dougal sei ihr einziges Problem, kommt es zu einem Zusammentreffen mit Jakes größtem Rivalen.

Der Unsterbliche Esca fühlt sich zu Samantha hingezogen, obwohl sie die Frau seines Feindes ist. Er bedroht den McAlaster-Clan und besiegelt das Schicksal all derer, die sie liebt.

 

Meinung

Band zwei liegt auch schon auf dem Kindle darum geht es gleich weiter. Diesmal hoffte ich einfach, dass dadurch, das die Romanze eigentlich  schon recht fortgeschritten ist nun einfach mehr Platz für andere Dinge sind.

Die Autorin hat weiterhin einen guten Schreibstiel und der Geschichte ist einfach zu folgen. Leider lässt sie sich immer dazu hinreisen auf die Romantik Schiene irgendwie immer nochmal eins drauf setzen zu wollen.

Sam und Jake könnten eigentlich nun glücklicher sein, wären da nicht noch so einige Probleme zu bewältigen. Einmal natürlich Sams Großvater,  der die Menschheit unterdrückt und versklav, Esca der Rivale und natürlich die Anerkennung ihrer Seelenbundes.

Es gab wieder ganz gute Ideen die teilweise auch gut umgesetzt wurden. Ich fand die Problematik der Anerkennung ihrer Partnerschaft unter den anderen Unsterblichen wirklich gut. Aber auch hier ist es so, dass die Liebesbeziehung der beiden irgendwie alles verweichlicht und Verharmlost.

Manche Handlungsweisen kann ich einfach nicht nachvollziehen und ergeben keinen Sinn für mich, weswegen daraufhin die kommende Situation dazu für mich dann irgendwie nur ärgerlich sind.  ACHTUNG SPOILER. Beispiel hier z.B. Als Sam entführt wird. Überall rennen Unsterbliche rum die zur Gefahr werden könnten und gerade hier lässt Jake sie so unbedacht alleine im Wald umher rennen. Jeder andere Typ der ein bisschen vorausschauend denkt würde doch hier jemanden abziehen um immer ein Auge auf sie zu haben.

Auch gab es Situationen die, zumindest soweit ich mich erinnern kann, vorher keine Erwähnung im Buch gefunden haben und zeitlich für mich nicht alles zusammen passt. Ihre Haare z.B. hat sie sich im ersten Band abgeschnitten (Schulterlang). Später waren sie plötzlich Hüft lang, zu fast Glatze und dann wieder Kinn lang. Das Haare bei Unsterblichen schneller wachsen fand davor aber kaum bis gar nicht  Erwähnung. Auch hab ich Jake seine Haare noch nie länger erlebt, wachsen die also wohl nur bei Frauen und ab welcher länge hören diese auf zu Wachsen? Kleinigkeiten, die aber wirklich einfach besser durchdacht gehört hätten.

Das Zeitlich Problem ist, die Entführung selbst. Die dürfte ja nun mehrere Tage gewesen sein und Jake hat gefühlt nichts unternommen um seine ach so allerliebsten zu befreien. Dazu das Plötzliche Auftauchen  ihrer Freunde im Arbeitslager, die Übelkeit ihrer besten Freundin (wow da musste ja schon was vor der Hochzeitsnacht laufen oder?).

Auch gibt es immer wieder zwanghafte Situationen. Sam muss mit in die Schlacht ziehen nur damit Jake sie nach wenigen Minuten doch wieder an ein stilles Plätzchen schickt um sie in Sicherheit zu wissen… warum nimmt er sie dann überhaupt mit? Miterlebt hätte man das ganze ja sowieso durch die Perspektive von Jake für ein bisschen Action. Solche Dinge eben, die keinen Sinn für mich machen, zwanghaft wirken und überhaupt nicht nachvollziehbar.

Trotzdem hat mir der Teil wesentlich besser als der erste gefallen da neben der allumfassende Romanze, diesmal auch ein wenig mehr Raum für anderes gefunden wurde.

Die Charaktere sind ganz Ok. Sie liegen nicht auf meiner Wellenlänge aber es ist nicht so, dass ich sie gar nicht leiden kann. Sam wird mir zu Perfekt verkauft. Sie ist allopfernd, kann alles und jeder liebt sie. Ich mag lieber Protagonisten mit Fehlern. So ergeht es mir auch bei Jake und die ganzen Nebencharaktere. Sie unterscheiden sich gut, das muss man sagen. Aber doch sind sie irgendwie so gezielt ausgearbeitet worden das sie keine Ecken und Kanten haben um sie realistisch wirken zu lassen.

Das Ende ist gut und man kann sich schon denken wie es weitergeht, denn überraschen konnte mich nichts bisher in der Geschichte.

 

Fazit

Der zweite Band gefällt mir einen Ticken besser. Die Romanze dominiert allerdings auch hier. Die Idee wurde besser umgesetzt und es ist schon interessant Sam und Jakes Werdegang zu lesen. Daher diesmal 3 Sterne und ich bin gespannt was der dritte Band mir bringt.