13 Jahre Vikisbookblog
13 Jahre Viki’s BookBlog – und ich bin immer noch da 📚❤️
13 Jahre.
Wenn ich das so schreibe, muss ich ehrlich gesagt selbst ein bisschen schlucken. Denn als ich 2013 mit meinem Blog angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich 13 Jahre später immer noch hier sitze und über Bücher schreibe.
Und schon gar nicht hätte ich gedacht, dass irgendwann einmal über 800 Rezensionen auf meinem Blog stehen würden.
Aber fangen wir ganz vorne an.
Wie alles begann …
2013 habe ich ein Buch gelesen, bei dem die Autorin auf ihren Blog verwiesen hat. Und ich dachte mir: Das kann ich doch auch!
Damals habe ich in den USA gelebt. Mein Englisch war zwar irgendwie alltagstauglich, aber wirklich sicher war ich in der Sprache nie. Und was mir besonders gefehlt hat, war jemand, mit dem ich über meine Bücher sprechen konnte.
Denn Bücher waren schon damals ein riesiger Teil meines Lebens.
Also dachte ich mir: Warum nicht einfach selbst einen Blog starten?
Gesagt, getan.
Mein erstes Zuhause war Blogger.com und ich hatte natürlich überhaupt keine Ahnung, worauf ich mich da eigentlich eingelassen hatte. 😅
Aber ich hatte Spaß daran. Ich konnte über die Bücher schreiben, die ich gelesen hatte, meine Meinung teilen und – ganz wichtig – Menschen finden, die genauso buchverrückt waren wie ich.
Und plötzlich war ich nicht mehr ganz allein mit meiner Begeisterung für Bücher.
Von Blogger.com zur eigenen Homepage
Irgendwann kam dann dieses ominöse neue Gesetz … ihr wisst schon … DSGVO oder wie ich es damals gerne nenne: „Dieses Sch…-Ding, wegen dem ich meine Homepage umbauen musste.“ 😂
Blogger.com war für mich damit irgendwann keine vernünftige Lösung mehr und so zog mein Blog auf eine selbstgehostete Homepage um.
Das war natürlich wieder eine ganz neue Welt.
Und irgendwann wurde aus meinem kleinen Blog tatsächlich das, was heute Viki’s BookBlog ist.
Ein paar ganz besondere Momente
In diesen 13 Jahren durfte ich Dinge erleben, die ich mir am Anfang niemals hätte vorstellen können.
Ich hatte die große Ehre, für Impress als Rezensentin tätig sein zu dürfen. Für mich war das damals ein riesiger Meilenstein. Ich habe wahrscheinlich ein bisschen zu viel damit angegeben. 🤣
Aber ich war einfach unglaublich stolz.
Außerdem durfte ich das ein oder andere Buch direkt für Autorinnen rezensieren und habe über die Jahre immer wieder tolle Autorinnen und Autoren persönlich kennenlernen dürfen.
Eines meiner absoluten Highlights passierte allerdings noch während meiner Zeit in den USA.
Ich war in San Francisco auf einer Buchmesse und durfte Jennifer L. Armentrout live treffen.
Als ich ihr erzählt habe, dass ich eigentlich aus Deutschland komme, hat sie mir tatsächlich ein riesiges Paket nach Hause geschickt – mit ihren Büchern.
Und nicht einfach irgendwelchen Büchern.
Alle signiert.
Ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe. 🥹❤️
Solche Momente sind es, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben sind.
13 Jahre später …
Natürlich hat sich in dieser Zeit auch mein eigener Lesegeschmack verändert.
Ich bin definitiv anspruchsvoller geworden. Vielleicht liegt das am Alter. Vielleicht habe ich aber auch einfach schon zu viele Bücher gelesen. 😂
Heute mag ich Geschichten besonders dann, wenn sie komplexer sind und mich überraschen können. Ich habe mich sogar aus meiner Komfortzone gewagt und mit Sebastian Fitzek angefangen.
Und ich lebe noch. 🤣
Was sich allerdings nicht verändert hat:
Ich liebe Romance und Fantasy.
Das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern.
Was sich dagegen definitiv verändert hat, ist die Buchwelt selbst. Ich habe das Gefühl, dass heute wesentlich mehr Bücher erscheinen als früher. Und durch die ganzen wunderschönen Farbschnitte sehen viele Bücher inzwischen einfach traumhaft aus.
Allerdings hat das Ganze auch einen kleinen Haken:
Der Preis.
Wo sind eigentlich die guten alten Zeiten geblieben, in denen ein Taschenbuch 7,99 € gekostet hat und man für ein gebundenes Buch 12,99 € bezahlt hat?
Ich vermisse diese Zeiten ein bisschen. 😅
Und ja … ich muss mich an dieser Stelle wohl auch outen.
Meine heutigen Meister unter den Autorinnen und Autoren sind Sarah J. Maas, Rebecca Yarros, Julia Dippel und Sebastian Fitzek.
Ich weiß. Überraschung. 🤣
Bücher können einen zerstören
Einige Bücher sind mir über die Jahre besonders im Gedächtnis geblieben.
„All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven hat mich damals emotional komplett zerstört.
Und dann war da natürlich Twilight.
Wenn ich heute darüber nachdenke, würde ich das Buch wahrscheinlich mit ganz anderen Augen betrachten. Aber damals?
Hat es mich einfach komplett umgehauen.
Und genau das ist doch irgendwie das Schöne am Lesen.
Man verändert sich. Man wird älter. Man liest andere Geschichten. Man entdeckt neue Genres und neue Autorinnen und Autoren.
Aber manche Bücher bleiben einfach ein Teil der eigenen Lesevergangenheit.
Nicht immer war es einfach
Natürlich war in den 13 Jahren nicht alles rosarot.
Die Buchbubble ist unglaublich gewachsen. Es gibt immer mehr Blogs, Instagram-Accounts, TikTok-Accounts, Bookstagrammer, BookToker und überhaupt Menschen, die über Bücher sprechen.
Und damit wächst natürlich auch die Konkurrenz.
Mein Blog ist im Vergleich dazu immer noch ziemlich klein.
Und ja, manchmal frage ich mich schon:
Liest das überhaupt jemand? 😂
Ich freue mich tatsächlich über jeden einzelnen neuen Leser, der nicht zufällig zu meiner Familie oder meinem Freundeskreis gehört. 🤣❤️
Dann kam irgendwann noch der absolute Super-GAU:
Meine Homepage wurde gehackt.
Ich kam nicht mehr rein.
Und ich war so frustriert, dass ich tatsächlich darüber nachgedacht habe, einfach aufzuhören.
Nach all den Jahren, all der Arbeit und mit einer vergleichsweise kleinen Reichweite fragt man sich irgendwann schon, ob sich das alles überhaupt noch lohnt.
Aber dann habe ich mich daran erinnert, warum ich überhaupt angefangen habe.
Ich mache das hier nicht, weil ich damit reich werden möchte.
Ich mache es nicht wegen irgendwelcher Zahlen.
Ich mache es, weil es mein Hobby ist.
Weil ich Bücher liebe.
Weil ich gerne darüber schreibe.
Und weil ich verdammt viel Zeit in dieses kleine Stück Internet stecke. ❤️
Zum Glück gibt es außerdem einen ITler in meiner Familie, der mich aus diesem Schlamassel wieder herausgeholt hat. 😂
Und so bin ich immer noch hier.
Über 800 Rezensionen später …
Wenn ich heute auf meinen Blog schaue und sehe, dass dort über 800 Rezensionen stehen, finde ich das schon ziemlich verrückt.
Über 800 Mal habe ich mich hingesetzt und versucht, in Worte zu fassen, warum mir ein Buch gefallen hat.
Oder warum eben nicht.
Denn genau das ist mir beim Rezensieren wichtig:
Ehrlichkeit.
Ich möchte sagen, was mir gefallen hat und was nicht. Ich möchte meine Meinung so ehrlich wie möglich darstellen.
Genau deshalb nehme ich mittlerweile auch keine Rezensionsexemplare mehr von Autorinnen und Autoren auf Anfrage an.
Nicht, weil ich die Bücher nicht lesen möchte.
Sondern weil ich weiß, wie ich bin.
Ich möchte niemanden verletzen.
Und wenn mir ein Buch nicht gefällt, fällt es mir unglaublich schwer, einer Autorin oder einem Autor das ehrlich zu sagen.
Bei Verlagen ist das für mich etwas anderes – da kann ich meine Meinung offen und ehrlich vertreten.
Und genau das möchte ich auch nach 13 Jahren weiterhin tun.
Und jetzt?
Wenn mir mein Ich von 2013 heute gegenüberstehen würde, würde ich wahrscheinlich nur eines sagen:
Durchhalten. 🤣👍
Ich hätte damals niemals gedacht, dass die Buchbubble einmal so riesig werden würde.
Ich hätte niemals gedacht, dass ich so viele Bücher lesen, so viele Rezensionen schreiben und so viele tolle Menschen kennenlernen würde.
Und ich hätte schon gar nicht gedacht, dass aus dieser spontanen Idee nach einem gelesenen Buch einmal 13 Jahre Viki’s BookBlog werden würden.
Mein Blog ist vielleicht nicht der größte.
Ich habe vielleicht nicht die riesige Reichweite.
Aber er ist meiner.
Und ich bin stolz darauf.
Stolz auf über 800 Rezensionen.
Stolz auf 13 Jahre voller Bücher.
Stolz auf die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte.
Und vor allem stolz darauf, dass ich nach all den Jahren immer noch Lust darauf habe.
Also:
Happy Birthday, Viki’s BookBlog. 🥳❤️
Auf die nächsten Bücher.
Auf die nächsten Rezensionen.
Auf neue Lieblingsgeschichten, neue Enttäuschungen, neue Buchschätzchen und wahrscheinlich viel zu viele Bücher im Regal.
Und wer weiß …
Vielleicht sitzen wir in ein paar Jahren wieder hier und fragen uns, wie zum Teufel ich eigentlich 1.000 Rezensionen geschafft habe. 🤣📚❤️
Bis dahin gilt:
Durchhalten. 👍