[Rezension] Tusk Love
Inhalt
Klappentext: Die junge Guinevere soll in den Adel einheiraten und ihr Leben an der Seite irgendeines Lords verbringen. Dabei träumt sie von Freiheit, Abenteuer und Leidenschaft. Als sie auf dem Weg zu ihrem Bräutigam überfallen wird, kommt ihr der stoische Halb-Ork Oskar zur Hilfe und bietet ihr an, sie sicher an ihr Ziel zu bringen. Obwohl Guinevere äußerst unbedarft ist, wenn es um die Realitäten des Lebens geht, berührt ihr warmherziges Wesen sein tiefstes Inneres. Und auch Guinevere erkennt die ritterliche und sanfte Seele, die sich hinter der Fassade des attraktiven Hünen verbirgt. Der Funke zwischen ihnen wird schon bald zur lodernden Flamme, doch werden Sie den Mut finden, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?
Meine Meinung
Ein Buch, das ich spontan beim Shoppen in der Stadt bei meiner Buchhandlung des Vertrauens gekauft habe. Irgendwie fand ich das Cover wunderschön und auch der Klappentext hat mich direkt angesprochen.
Im Nachhinein habe ich dann erst gesehen, dass es dieses wirklich wunderschöne und niedliche Wendecover gibt. Aber auch der Farbschnitt darf natürlich nicht vergessen werden, denn der ist mit seiner Einfachheit wirklich sehr schön.
Doch einmal zum Inhalt. Das Buch wird größtenteils im Wechsel aus der Perspektive von Guinevere und Oskar erzählt. Wie man vielleicht schon weiß, liebe ich es, wenn man die Geschichte aus den Perspektiven beider Hauptcharaktere lesen kann. Einfach weil man dadurch viel schöner in die Gefühlswelt von beiden eintauchen kann.
Oskar stößt gleich auf den ersten Seiten auf Guin, die sich in einer ziemlich misslichen Situation befindet – aus der sie sich eigentlich recht gut selbst befreien kann. Da Oskar aber ein Gentleman ist, lässt er die schöne Dame natürlich nicht alleine und begleitet sie, wenn auch zunächst eher widerstrebend, auf ihrer Reise zu ihrem Verlobten.
Süß fand ich dabei, wie er anfänglich wirklich neugierig und fasziniert von ihr ist, sich aber gleichzeitig auch immer wieder ein bisschen von ihr genervt fühlt. Irgendwie findet er ihre Art dann aber doch immer liebreizender und ehe er sich versieht, verliebt er sich Stück für Stück in sie.
Das hat mir als Leserin tatsächlich auch ziemlich gut gefallen. Denn Guinevere ist anfänglich schon ein wenig weltfremd, aber sie ist definitiv keine feine Dame, die ständig nur jammert. Eher im Gegenteil: Sie geht die Dinge an und ist sich ihrer Taten durchaus bewusst. Dabei ist sie einfach unglaublich liebreizend.
Ich liebe zum Beispiel die Szene, in der sie ziemlich unbedarft mit Banditen unterwegs ist und dabei irgendwie alle um den Finger wickelt.
„Ich muss sagen, sie hat uns ein bisschen zu schnell vertraut. Du wirst auf sie aufpassen müssen Oskar“. – Warwick Seite 68, Zeile 23
Genau das hat der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit verliehen, die wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Sei es durch die vielen kleinen Dinge, die während ihres gemeinsamen Abenteuers passieren, oder durch die liebenswerten – und teilweise auch bösen – Charaktere im Buch. Dabei werden selbst die bösen Charaktere nie zu brutal dargestellt.
Dadurch ist Tusk Love für mich wirklich leichte Kost. Wären die etwas heißeren Szenen nicht im Buch, könnte ich mir die Geschichte tatsächlich auch gut für jüngere Leser vorstellen. So ist das Buch allerdings nicht ganz jugendfrei und wird auch entsprechend ab 16 Jahren empfohlen.
Spannung bekommt die Geschichte auch dadurch, dass Guinevere eine Truhe mit sich herumträgt, die natürlich jemand anderes unbedingt haben möchte – oder besser gesagt: Oskar darf sie für sie herumschleppen.
Auch den Fantasyteil fand ich richtig schön. Man findet sich in einer etwas mittelalterlich angehauchten Welt mit Magie, verschiedenen Wesen wie Orks und Elfen und natürlich jeder Menge kleiner fantastischer Elemente wieder. Dabei hatte ich nie das Gefühl, mit einer riesigen Menge an komplizierten Informationen erschlagen zu werden.
Ihre süßen Begleiter fand ich ebenfalls so richtig zum Liebhaben und habe sie tatsächlich sehr schnell ins Herz geschlossen. Ein kleines bisschen schade fand ich deshalb, dass die anfangs erwähnten Tiere am Ende nicht wieder aufgetaucht sind. Für mich wäre es irgendwie ein schönes kleines Happy End gewesen, wenn wir auch sie am Ende noch einmal wiedergesehen hätten.
Besonders schön fand ich außerdem die Entwicklung zwischen Guinevere und Oskar. Die beiden könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein: Sie ist offen, neugierig und manchmal herrlich unbedarft, während Oskar eher der grummelige und zurückhaltende Typ ist. Genau diese Gegensätze haben für mich aber sehr gut funktioniert.
Die Romanze steht dabei klar im Mittelpunkt und entwickelt sich auf eine schöne und unterhaltsame Art. Gerade Oskars zunehmende Faszination für Guinevere und wie sie langsam zueinanderfinden, hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt hatte ich mit dem Buch einfach eine richtig schöne und leichte Lesezeit. Es gibt Abenteuer, Fantasy, ein bisschen Spannung, liebenswerte Charaktere und natürlich eine schöne Portion Romance.
Fazit
Ein wunderschönes Buch, das sich leicht und schnell lesen lässt – also definitiv leichte Kost. Eine schöne Story, tolle Charaktere und eine spannende und süße Romanze machen Tusk Love zu einem richtig schönen Lesevergnügen.
Besonders gefallen hat mir die Leichtigkeit der Geschichte und die liebenswerten Charaktere. Die Mischung aus Fantasy, Abenteuer und Romance hat für mich einfach gut funktioniert.
Ich würde mir tatsächlich einen zweiten Band wünschen, in dem wir vielleicht noch erfahren, wie Oskar beim Clan seiner Mutter ankommt und wie es für ihn dort weitergeht. Schließlich war das ja eigentlich sein Ziel, bevor er Guinevere getroffen hat. Von mir gibt es 4 Sterne.

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