[Rezension] Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
Inhalt
Misery Lark, Tochter eines mächtigen Vampirfürsten, war schon immer eine Außenseiterin. Mit ihren Reißzähnen weiß sie nichts anzufangen und führt ein anonymes Dasein unter den Menschen. Ausgerechnet sie soll sich nun für eine mehr als brisante Bündnisehe mit einem der Werwölfe, den ewigen Todfeinden der Vampire, zur Verfügung stellen.
Meine Meinung
Das Buch Bride von Ali Hazelwood hab ich wirklich schon sehr lange im Auge gehabt. Einfach weil ich so gerne Vampir- und Wolfsgeschichten lese und ich hier gleich beides bekomme. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht ganz meins. Die Autorin ist mir nicht gänzlich unbekannt und ich kann nun wirklich sagen, dass ich ihren Schreibstil fantastisch finde.
Interessant ist die schön ausgearbeitete Welt von Bride. Man kann sich das Ganze im Grunde so vorstellen, dass wir in unserer heutigen Welt leben, nur dass es zusätzlich noch diese beiden Spezies gibt. Die einzelnen Kontinente und Länder sind dabei in weitere Gebiete unterteilt, die jeweils den Vampiren oder Werwölfen zugeordnet sind. Ich fand es spannend, wie diese beiden Spezies in die Welt integriert wurden, wie ihre unterschiedlichen Gesellschaften funktionieren und welche Probleme dadurch immer wieder entstehen.
Zu Beginn landet man quasi direkt in oder bei der Hochzeit. Geschildert wird das Buch aus der Perspektive unserer beiden Hauptcharaktere Misery und Lowe.
Erfrischend finde ich, dass Misery einen wirklich lustigen Charakter hat. Sie ist gemein, sarkastisch und hat einen ziemlich schwarzen Humor. Auch fand ich es klasse, dass sie als Vampir emotional ein wenig distanziert ist.
Im weiteren Verlauf des Buches erfährt man auch, warum sie sich auf diese Hochzeit eingelassen hat, denn das geschieht definitiv nicht aus Nächstenliebe. Das sorgt dafür, dass das Buch spannend bleibt und auch hin und wieder kleine Wendungen geschehen.
Das Augenmerk liegt aber natürlich auch auf der wunderschönen Romanze. Denn die baut sich langsam auf. Auch fand ich es sehr schön, dass Lowe zwar ein cooler Alpha ist, aber kein Macho oder Kontrollfreak. Er ist sachlich und sehr sympathisch. Kein unnötiges Drama also mit einem eingebildeten Affen.
Überraschenderweise geht es bei den beiden gar nicht so heiß her, wie man vielleicht angenommen hätte, und tatsächlich dauert es etliche Kapitel, bis es zwischen den beiden überhaupt zur Sascha geht. Was ich im übrigen auch mal erfrischend finde wie ewig langes Bettgeflüster.
Die Charaktere habe ich ja nun schon vorab geschildert. Beide sind sehr liebenswert und ich mochte sie wirklich sehr gerne. Auch die Nebencharaktere sind sehr interessant und ich hätte nichts dagegen, wenn die Autorin mich neben dem zweiten Band noch in einige Bücher mehr in diese fantastische Welt voller Vampire und Werwölfe entführen würde.
Zum Ende hin spitzt sich alles noch einmal ordentlich zu. Das Problem wird dabei aber gelöst. Daher kann man sagen, dass die Geschichte grundsätzlich abgeschlossen ist, aber einen klitzekleinen Cliffhanger für den zweiten Band bereithält. Der hat mich allerdings so neugierig gemacht, dass ich direkt den zweiten Band bestellt habe. Wer sich aber nicht unnötig Spoilern möchte sollte bei der Reihe unbedingt mit dem ersten band anfangen.
Fazit
Eine tolle Fantasy-Romanze mit Vampiren und Werwölfen. Die Charaktere sind klasse und einfach zum Liebhaben, die Story ist zwar nicht wahnsinnig kompliziert, aber dafür wunderschön und perfekt zum Wegsuchten.
Von mir gibt es daher 4 Sterne.

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